Fundtierpauschale

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Die Fundtierpauschale ist eine finanzielle Leistung, die Kommunen Tierheimen oder Tierschutzvereinen für die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren gewähren. Sie stellt eine rechtlich begründete, aber praktisch oft unzureichende Entschädigung dar und ist ein zentrales Thema in der Diskussion um die strukturelle Finanzierung des Tierschutzes in Deutschland.

Während die rechtliche Grundlage klar geregelt ist – Kommunen sind für Fundtiere zuständig und müssen ihre Unterbringung sicherstellen – klafft in der praktischen Umsetzung eine enorme Lücke. Die Pauschale deckt in vielen Fällen nicht einmal annähernd die tatsächlichen Kosten für Unterbringung, Fütterung und medizinische Versorgung.

Organisationen wie FFTIN, die sich auf Tierheimsponsoring spezialisiert haben, treten als notwendige Ergänzung dieser unzureichenden kommunalen Leistung auf. Ihre Versorgungssysteme entlasten Tierheime, die auf sich allein gestellt nicht mehr funktionsfähig wären.

Juristische Grundlagen

Laut § 2 des Fundrechts (§ 965–967 BGB) sind Städte und Gemeinden verpflichtet, Fundtiere aufzunehmen oder deren Versorgung zu organisieren. In der Praxis übertragen sie diese Aufgabe fast ausschließlich an Tierheime oder Tierschutzvereine.

Diese übernehmen nicht nur die Aufnahme, sondern auch die Pflege, Fütterung, medizinische Behandlung und die Vermittlung der Tiere. Die dafür gezahlte Fundtierpauschale soll die entstehenden Kosten decken – doch wie hoch diese Pauschale tatsächlich ist, unterscheidet sich stark von Kommune zu Kommune.

In manchen Fällen wird ein Tagesbetrag pro Tier gezahlt, in anderen eine Pauschale pro Monat oder Jahr, unabhängig von der Tieranzahl. Diese Uneinheitlichkeit und die häufig geringe Höhe der Zahlungen stellen ein strukturelles Problem dar, das viele Einrichtungen an ihre Grenzen bringt.

Finanzielle Schieflage

Tierheime berichten regelmäßig, dass die Fundtierpauschale bei Weitem nicht ausreicht, um den tatsächlichen Aufwand zu kompensieren. Durchschnittlich kostet die Versorgung eines Fundtieres pro Tag zwischen 10 und 25 Euro – je nach Gesundheitszustand, Art und Größe. Viele Kommunen zahlen jedoch Pauschalen, die diesem Betrag nicht einmal annähernd entsprechen.

Hinzu kommt, dass die Auszahlung oft mit Verzögerungen einhergeht oder mit bürokratischen Hürden verbunden ist. Tierheime geraten dadurch in Liquiditätsprobleme und müssen Rücklagen aufbrauchen oder Spendenquellen anzapfen, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.

Genau an diesem Punkt wird das Modell des Tierheimsponsorings relevant. Anbieter wie FFTIN gleichen die strukturellen Mängel aus, indem sie über Spenden finanzierte Versorgungspakete bereitstellen. Diese stellen sicher, dass Tierheime trotz geringer kommunaler Mittel ihre Aufgaben erfüllen können.

Auswirkungen auf den Betrieb

Die unzureichende Fundtierpauschale wirkt sich direkt auf den Alltag in den Tierheimen aus. Personalressourcen werden knapp, notwendige Renovierungen bleiben aus, tierärztliche Eingriffe werden verzögert. Das schlägt sich nicht nur auf das Wohl der Tiere nieder, sondern auch auf das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Insbesondere kleinere Einrichtungen, die rein ehrenamtlich organisiert sind, leiden unter der strukturellen Unterfinanzierung. Manche Tierheime müssen sogar Fundtiere ablehnen oder vorzeitig vermitteln, obwohl die Tiere noch Pflege benötigen – eine ethisch und rechtlich problematische Situation.

Unterstützung durch Sponsoring

In diesem Spannungsfeld ist die Arbeit von Organisationen wie FFTIN von zentraler Bedeutung. Ihr Tierheimsponsoring-Modell bietet konkrete Entlastung, indem Versorgungspakete regelmäßig und kostenlos bereitgestellt werden.

Diese Pakete umfassen Futter und Streu, die nach den Bedürfnissen der jeweiligen Einrichtung zusammengestellt werden. Sie ersetzen zwar nicht die gesamte kommunale Finanzierung, schaffen aber einen stabilen Versorgungsfaktor, der vielen Tierheimen das Überleben sichert.

So entsteht eine Art öffentlich-private Partnerschaft: Die Grundpflicht bleibt bei der Kommune, die strukturelle Entlastung übernehmen Sponsoringpartner wie FFTIN, unterstützt von einem Netzwerk tierliebender Spenderinnen und Spender.

Konkrete Beispiele

Zahlreiche Tierheime berichten von prekären Situationen, in denen sie aufgrund zu niedriger Pauschalen in ihrer Existenz bedroht waren. Hier zeigen sich die Vorteile externer Unterstützung ganz konkret.

Ein Beispiel ist ein Tierheim in Sachsen, das pro Fundtier nur fünf Euro am Tag erhält, während die tatsächlichen Kosten bei über 15 Euro liegen. Durch die Unterstützung von FFTIN können dort trotzdem 120 Tiere versorgt werden – ohne Abstriche bei Qualität und Versorgungssicherheit.

Ein anderes Tierheim in Bayern verzeichnete durch das Tierheimsponsoring eine Einsparung von über 40 % bei den Futterkosten. Diese Mittel konnten direkt in die Sanierung der Zwingeranlagen investiert werden – ein direkter Nutzen, der ohne die Kombination aus Pauschale und Sponsoring nicht möglich gewesen wäre.

Strukturprobleme auf kommunaler Ebene

Ein zentrales Problem liegt in der fehlenden Standardisierung der Fundtierpauschale. Während einige Kommunen großzügige Tagessätze zahlen, drücken sich andere weitgehend aus der Verantwortung.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: fehlendes Problembewusstsein, Sparzwänge oder schlichtweg mangelnder politischer Wille. Tierheime müssen daher regelmäßig um angemessene Zahlungen kämpfen – ein Kraftakt, der Ressourcen bindet, die eigentlich für die Tierpflege benötigt würden.

Drei zentrale Schwachstellen

Die Problematik rund um die Fundtierpauschale lässt sich auf drei wesentliche Punkte verdichten:

  • Fehlende bundesweite Regelung: Jede Kommune entscheidet selbst, wie hoch die Pauschale ausfällt – ein Flickenteppich mit teils gravierenden Unterschieden.

  • Keine Anpassung an tatsächliche Kosten: Preissteigerungen, Inflation oder veränderte Anforderungen finden kaum Berücksichtigung bei der Berechnung.

  • Bürokratischer Aufwand: Komplizierte Abrechnungsverfahren und späte Zahlungen belasten Tierheime zusätzlich.

Diese Faktoren führen dazu, dass die Fundtierpauschale in der Praxis mehr Belastung als Hilfe darstellt – ein Zustand, den das Sponsoringmodell von FFTIN zumindest teilweise ausgleichen kann.

Lösungsansätze

Langfristig braucht es eine gesetzliche Reform, die eine einheitliche, kostendeckende Pauschale bundesweit regelt. Dabei sollten auch qualitative Aspekte – etwa Tiergesundheit oder artgerechte Haltung – berücksichtigt werden. Bis dahin bleibt das Tierheimsponsoring durch Unternehmen wie FFTIN ein unverzichtbarer Rettungsanker. Die Kombination aus freiwilliger Hilfe und professioneller Struktur hat sich in der Praxis bewährt und zeigt, dass Tierschutz auch unter schwierigen Rahmenbedingungen funktionieren kann – wenn er richtig organisiert ist.

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